Karrierekiller Bescheidenheit – Nonverbale Hilflosigkeit

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Wikipedia Eintrag:

„Bescheidenheit, auch Genügsamkeit ist eine Verhaltensweise von Menschen, wenig von etwas für sich zu beanspruchen, selbst dann, wenn die Möglichkeit der Vorteilnahme bestehe; sie bedeutet auch, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten“. http://de.wikipedia.org/wiki/Bescheidenheit.

Wikipedia vergaß aufzuschreiben, dass man diese Eigenschaft im Job getrost als Old School bezeichnen kann. Der Papst und andere Heilige werden von dieser Bezeichnung selbstverständlich ausgeschlossen.

Weil ich auf der weitläufigen Buchmesse 2015 in Leipzig, nicht ein einziges Buch zu diesem Thema ausfindig machen konnte, fühle ich mich aufgefordert darüber zu bloggen.

Züchtig die Augen niederschlagen

Unsere Eltern haben uns beigebracht stets bescheiden zu sein, uns nicht in den Vordergrund zu drängeln und zu warten wann wir an der Reihe sind. Eigenlob stinkt und Lobhudelei auch. Körpersprachlich heißt dass, sich schmal aufzustellen, Abstand zu halten, keine Präsenz zu zeigen und züchtig die Augen niederzuschlagen, wenn wir etwas eigentlich wollen aber nicht sollen oder uns nicht trauen. Das sieht nach nonverbaler Hilflosigkeit aus.

Aber müssen deswegen die Rücksichtslosen, die ihren Eltern nicht zugehört haben in den Chefsesseln sitzen? Müssen immer die das sagen haben, die sich blendend verkaufen können?

Es ist wie es ist. Und weil unser Ego nun mal keine tote Masse ist und außerdem hervorragend in unser System eingearbeitet, sollten wir es klug nutzen.

Spannende Frage

Wann muss ich mich im Job positionieren um keine persönliche Nachteil zu haben und wann kann ich genügsam sein und anderen den Vortritt lassen?

Hier hilft nur eins: Bewusstmachung der persönlichen Verhaltensweisen. Wenn sich ein, sagen wir mal blöder Kollege oder blöde Kollegenkuh, dumm wie die Nacht, hochgradig unsympathisch und dann auch noch rücksichtslos, an meinem Stuhl zu schaffen macht, dann sollte ich mir gut überlegen ob ich in diesem Moment nicht besser an akuter Amnesie leide und die injizierte Aufforderung meiner Eltern nach Rücksichtnahme überhöre.

Trotz alle dem ist es beizeiten wohltuend, in der Öffentlichkeit auch mal einen Papa Franziskus und seine Bescheidenheit zu genießen. Ein Hoch auf den bloggenden Franz! http://blog.zdf.de/papstgefluester/

Und auf mein nächstes Buch – Es lebe die persönliche Lobhudelei!

http://nadine-kmoth.de/portfolio/coaching/

 

 

 

By | 2017-04-20T15:46:21+00:00 Oktober 28th, 2015|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Karrierekiller Bescheidenheit – Nonverbale Hilflosigkeit

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