Körpersprache – 6. Totsünde reloaded

Home/Allgemein/Körpersprache – 6. Totsünde reloaded

Nebenabsichten der Liebe – Ein Keuschheitstüv

Wer oder was ist eigentlich frei von der Sünde der Wollust und Unkeuschheit?
Kaum noch etwas. Das öffentliche Leben, was durch Werbung stark beeinflusst wird, kennt kaum noch Tabus. Sinnlichkeit und Liebe haben ihren festen Platz auf allen Kanälen.
Da ist es doch enorm beruhigend, dass selbst im Katechismus noch etwas Sündloses existiert.
Da heißt es: Nicht sündhaft ist alles das, was nicht absichtlich geschieht.
Ein feuchter Traum, Handlungen im Halbschlaf oder eine Regung der man nicht zustimmt (ich schmeiß mich weg;).

Ohne Sinn und Verstand
Psychologen und natürlich Theologen sind sich einig: Der von Luxona, der von Wollust und Unkeuschheit Befallene, ist nicht bei klarem Verstand. Ihm fehlt im Moment der Nebenabsicht seine geistige Potenz. Was leicht nachzuvollziehen ist. Der Unkeusche verspürt wiederkehrend eine wilde Fleischeslust und wird vom Begehren getrieben. Wie soll der denn noch nebenbei denken?
Das lateinische Wort für Keusch ist Conscius und bedeutet mitwissend, bewusst oder auch eingeweiht.
Die alten Griechen nannten es Hagneia, die kultische Reinheit und die wussten ja bekanntlich alles von der Unzulänglichkeit der menschlichen Psyche. Ihre Sportler durften nur vollkommen keusch und frei von Restbeständen körperlicher Liebe, die olympischen Wettkämpfe bestreiten. Erst dann konnte sich die höchste Kraft und körperlichen Potenz entwickeln.

Was ist denn jetzt eigentlich sündig?
Auch hier hat der Katechismus selbstverständlich Antworten parat: Der heimliche Weg zur Prostituierten, außerehelicher S ex, Selbstbefriedigung und S ex ohne Befruchtung, in Klammern: Ersatz Bordell.
Tinder Abonnenten, laut Betreibern übrigens die heißeste App der Welt, hätten das Mittelalter, mit diesen Verboten garantiert nicht überlebt. Für sie wäre es die Hölle auf Erden gewesen. Fegefeuer und so.

Ein Dank an die Eltern
Dank unserer Eltern beziehungsweise Großeltern, hat sich in Deutschland bereits in den 60’s, die Devise Peace & Love durchgesetzt und Pater John, der Sittenwächter bis dato wurde nach Hause geschickt. In den 80’s setzt dann eine nächste Generation einen weiteren Grenzstein der Liebe, nämlich das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Die tradierten Geschlechterrollen wurden langsam aufgeweicht und jeder konnte sich mit jedem paaren und später auch ehelichen.

Unzüchtige Körpersprache, Mimik und Gestik
Ein wolllustiger Blick im Club oder eine wie zufällig arrangierte Berührung an der Bar sind nicht verwerflich. Die kokette Zurschaustellung von Dekolleté und Schenkeln oder nackte Männerbrüste sind ebenfalls hinnehmbar und vieles Weitere ebenso. Kölner Silvesternächte und ähnliche Situationen hingegen, wo wollüstige Zeitgenossen ihre Hände nicht bei sich halten können, sind für mich extrem sündhaft. Diese Handlungen drücken reine Macht aus. Gepaart mit Fleischeslust, geht es einzig und alleine um die Eroberung und Herrschaft anderer. Mönchspfeffer für alle Lustmolche, wäre doch eine hilfreiche Maßnahme. Oder ein Gratis Abo für Tinder: Wischen, rein- raus und weiter wischen. Hier zu benötigt der Molch nur ein Smartphone und einen flotten Finger. Vanity Fair hat die Plattform übrigens als Dating Apokalypse bezeichnet. Das Ende naht, denn Romantik, Mut, kokettes Engagement und prozessorientiertes Flirten war gestern.

Die Reinheit des Herzens
Es gibt übrigens auch etwas Großartiges in punkto Wollust. Die reine Ekstase, birgt etwas sehr Reines und sich Selbstvergessenes. Die Hingebung an den göttlichen Äther, scheint mir in Liebesdingen etwas Wundervolles zu sein und absolut sündenfrei.

Mein Tipp
Tue das, was Du benötigst voller Überzeugung, dann kannst Du Dir selbst in die Augen schauen.
Und das ist doch das Wichtigste hierbei. TÜV bestanden![/fusion_text][/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

By | 2017-11-29T16:40:33+00:00 Mai 2nd, 2017|Allgemein|0 Comments

About the Author:

Leave A Comment