Du bist neu in der Führungsrolle und möchtest mit deiner Erfahrung und deinen Ideen ernst genommen werden. Gleichzeitig fragst du dich vielleicht: Wirke ich so, wie ich mich fühle? Sind meine Worte, meine Stimme und meine Körpersprache stimmig? An dieser persönlichen Wirkung setzt meine Arbeit mit jungen Führungskräften an.
Akzeptanz im Team hat viele Voraussetzungen. Mein Beitrag ist die Arbeit an deiner nonverbalen Wirkung und deiner Wahrnehmung anderer. Wenn dein Ausdruck zu deinem inneren Erleben passt, kann das authentisch wirken und Vertrauen unterstützen. Eine bestimmte Haltung allein garantiert dir keine Akzeptanz.
Was zeigst du, wenn du ernst genommen werden möchtest?
Vielleicht bist du fachlich überzeugt, doch deine Stimme wird am Satzende leiser. Vielleicht fühlst du dich offen, während du auf andere angespannt wirkst. Oder du bemühst dich, besonders souverän auszusehen, und erkennst dich in deinem eigenen Auftreten kaum wieder.
Solche Unterschiede werden greifbar, wenn du dein Selbstbild mit einer konkreten Rückmeldung vergleichst: „Wie hat meine Stimme auf dich gewirkt? Was ist dir an meiner Haltung aufgefallen?“ Entscheidend ist auch deine eigene Wahrnehmung: Was hast du in diesem Moment empfunden und was wolltest du ausdrücken?
Kongruenz: wenn inneres Erleben und Ausdruck zusammenpassen
Mit Kongruenz meine ich die Übereinstimmung zwischen deinem inneren Befinden und dem, was du über Sprache, Stimme und Körpersprache zeigst. Es genügt also nicht, nur die passende Geste zu einem Satz zu finden. Wir beziehen auch ein, ob beides zu dir und deinem Gefühl in dieser Situation passt.
Ein Beispiel: Du ärgerst dich über eine Unterbrechung. Du sagst lächelnd „Kein Problem“, doch deine Stimme klingt scharf und dein Kiefer ist angespannt. Dein Gegenüber erhält unterschiedliche Signale. Der Ärger darf erkennbar sein. Du kannst ausprobieren, ihn mit eigenen Worten zu benennen und wahrzunehmen, ob Stimme und Körper diesen Ausdruck stimmig begleiten.
Authentisch aufzutreten heißt dabei, dein Verhalten bewusst wahrzunehmen und zu gestalten. Du entscheidest, wie du ein Gefühl in der jeweiligen beruflichen Situation ausdrücken möchtest und ob die Wirkung deinen Erwartungen entspricht.
Wenn erfahrene Kolleg*innen dich verunsichern
Gerade gegenüber älteren oder erfahreneren Kolleg*innen kann sich Druck aufbauen: Du möchtest Kompetenz zeigen und merkst vielleicht, dass du steifer wirst, schneller sprichst oder ein Lächeln festhältst. Schau zunächst darauf, was in dir und an deinem Körper passiert.
Beobachte ebenso dein Gegenüber, ohne einzelne Signale vorschnell festzulegen. Verschränkte Arme beweisen keine Ablehnung, ein stilles Gesicht keine Geringschätzung. Körpersprache wird im Zusammenspiel mit Worten, Stimme und Situation verständlicher. Bei Unklarheit hilft eine Nachfrage.
Im Coaching können wir deine Wirkung in solchen Begegnungen untersuchen. Fragen zu Zuständigkeiten, Entscheidungen oder organisatorischen Konflikten gehören zusätzlich in die dafür vorgesehenen Gespräche und Maßnahmen im Unternehmen.
Eine Übung: Selbstwahrnehmung und Wirkung vergleichen
- Einordnen: Wähle einen Satz aus deinem Führungsalltag. Halte kurz fest, was du dabei empfindest und was du zeigen möchtest.
- Aussprechen: Nimm dich allein in einer Übungssituation mit dem Smartphone auf. Verwende kein echtes Personalgespräch.
- Wahrnehmen: Höre auf Tonfall, Tempo und Lautstärke. Schau auf Mimik, Gestik und Haltung. Passen diese Signale zu deinem zuvor beschriebenen Empfinden?
- Erproben: Verändere einen Punkt, etwa deine Worte oder deine Sitzposition. Prüfe erneut, wie du dich fühlst und wirkst. Welche Variante erkennst du als deine eigene wieder?
Eine vertraute Person kann ergänzen, was bei ihr ankommt. Bitte sie um eine konkrete Beobachtung zu deinem Ausdruck. So erhältst du Anhaltspunkte, statt nur ein allgemeines Urteil wie „souverän“ oder „unsicher“.
Vor dem Meeting mehr Halt spüren
Wenn du angespannt bist, kannst du zunächst den Kontakt zum Stuhl und zum Boden wahrnehmen: den Rücken an der Lehne, das Gesäß auf der Sitzfläche und die Fußsohlen auf dem Boden. Nimm dir einen Moment und beobachte, ob sich dein innerer Zustand verändert.
Solche körperbezogenen Übungen nutze ich im Coaching im Sinne des Embodiments. Wir erkunden, was dir hilft, bei dir anzukommen, und wie sich das in Stimme und Körpersprache zeigt. Es gibt dafür keine Haltung, die bei jedem Menschen dieselbe Wirkung auslöst.
Coaching mit Fokus auf deine nonverbale Wirkung
Im Führungskräfte-Coaching in Hamburg oder online arbeiten wir am Zusammenspiel von Sprache, Stimme, Körpersprache und innerem Erleben. Mein Angebot ergänzt bestehende Führungskräfte-Maßnahmen um diesen Schwerpunkt. Es geht um deinen persönlichen Ausdruck und darum, dich selbst und andere genauer wahrzunehmen.
Unternehmen finden hier mein Körpersprache-Training für Führungskräfte in Hamburg. Wenn dich ein angespanntes Gespräch beschäftigt, lies auch meine Anregungen zu Körpersprache in schwierigen Gesprächen.
Schreib mir, in welcher Situation du deine Wirkung besser verstehen möchtest.
Über die Autorin: Nadine Kmoth ist Expertin für Körpersprache und Führungskommunikation. Ihr Coachingstudio in Hamburg eröffnete sie 1998. Sie ist Autorin von „Körpersprache kompakt für junge Führungskräfte“. Mehr über Nadine Kmoth.
Häufig gestellte Fragen zur Akzeptanz als junge Führungskraft
Wie bekomme ich als junge Führungskraft mehr Akzeptanz im Team?
Akzeptanz hat viele Voraussetzungen. Aus Sicht der Körpersprache lohnt sich der Abgleich zwischen deinem inneren Erleben und deinem Ausdruck: Passen deine Worte, deine Stimme und deine Körpersprache zusammen? Diese Kongruenz kann authentisch wirken und Vertrauen fördern. Im Coaching arbeiten wir an deiner nonverbalen Wirkung. Eine bestimmte Haltung allein garantiert keine Akzeptanz.
Was kann ich tun, wenn ältere Kolleginnen und Kollegen mich nicht ernst nehmen?
Nimm wahr, wie du dich in solchen Begegnungen fühlst und was sich an deiner Stimme, Haltung oder Mimik verändert. Konkretes Feedback kann Unterschiede zwischen deinem Selbstbild und deiner Wirkung zeigen. Deute einzelne Signale deines Gegenübers nicht vorschnell als Ablehnung. Im Coaching bearbeiten wir deine nonverbale Wirkung; Zuständigkeiten und organisatorische Konflikte brauchen zusätzlich die passenden Klärungen im Unternehmen.
Wie kann ich als junge Führungskraft souveräner auftreten?
Prüfe, ob deine Worte, deine Stimme und deine Körpersprache zu deinem inneren Empfinden passen. Eine kurze Aufnahme einer Übungssituation kann dir Unterschiede zeigen. Spüre bei Anspannung auch den Kontakt zum Stuhl und zum Boden und beobachte, ob dir das Halt gibt. Erprobe einen Ausdruck, in dem du dich wiedererkennst und dessen Wirkung du bewusst wahrnimmst.
Wann ist ein Körpersprache-Coaching für eine neue Führungskraft sinnvoll?
Wenn du deine Wirkung besser verstehen möchtest, anders wahrgenommen wirst als erwartet oder unter Anspannung einen unstimmigen Ausdruck bemerkst, kann Körpersprache-Coaching ansetzen. Mein Schwerpunkt liegt auf Selbstwahrnehmung, Fremdwirkung und der Kongruenz von Sprache, Stimme, Körpersprache und innerem Erleben. Dieses Angebot ergänzt andere Führungskräfte-Maßnahmen um die nonverbale Perspektive.




