Jeder von uns, ob nun Vertriebsprofi oder Führungskraft der nicht aktiv mit den Händen arbeitet, so wie mein Biobauer oder der voll engagierte junge Mann im Fischladen, muss sich in Zeiten von Corona mehr oder weniger mit Zoom & Co. beschäftigen. Nicht nur der Newcomer, hat mit der Handhabung von Videokonferenzen noch Lernmöglichkeiten, sondern auch die Profis können noch was tun, um überzeugend und professionell rüberzukommen. Wer in der Dienstleistung jetzt in der Versenkung verschwindet, nur weil er mit der Technik und den neuen Gegebenheiten nicht klarkommt, ist vielleicht schneller abgeschrieben als ihm lieb ist.

Kommen dir die nachfolgenden Fragen bekannt vor?

Muss ich eigentlich die ganze Zeit in die Kamera grinsen, darf ich mit den Händen gestikulieren oder spreche ich laut genug?

Fragen über Fragen, auf die du hier ein paar Antworten bekommst.

Inhalt wird überbewertet

80 % der Reaktionen und Entscheidungen deiner Gesprächspartner, hängen von deiner Körpersprache und Stimme ab! Hierbei ist es gleichgültig, ob du über die digitale oder physische Anwesenheit wirkst. Der einzige Unterschied ist, dass die anderen in der digitalen Kommunikation häufig nur einen Ausschnitt von dir sehen können. Wir können die Wirkung unserer Körpersprache auf andere also ernst nehmen, statt ausschließlich den Inhalt einer Nachricht in den Fokus zu rücken. Das wäre ungefähr so, wie wenn du in einer Videokonferenz den Ton abstellen würdest.

Es macht übrigens keinen großen Unterschied, ob du der Hostinhaber, also derjenige mit der Leitungsfunktion bist oder ein Teilnehmer bspw. eines Meetings bist.  Mit dem Host erhältst du nur mehr Aufmerksamkeit und bist permanent sichtbar. Du solltest also in beiden Rollen, die wichtigsten Wirkungsfaktoren kennen und nutzen, um dich professionell zu positionieren und eine Beziehung zu den anderen aufzubauen.

Meine 7 Tipps und Anregungen

  1. Wie privat willst du rüberkommen? Checke deinen Hintergrund und entferne Klamotten und Plüschbärchen ggfs. aus dem Blickfeld. Check auch deine Kleidung, Flecken, Makeup und deine Haare. Ein ungepflegtes Äußeres kommt nicht überall gut an.
  2. Wirke präsent. Versuche mittig im Bild zu sitzen, denn so beanspruchst du, deinen kompletten Space. Das wirkt souverän und durchsetzungsstark.
  3. Optimale Distanz. Halte ca. 50 % Zentimeter Abstand zur Kamera, so können die anderen deiner Mimik folgen und diese mit den verbalen Inhalten abgleichen. Passt es zusammen, dann wirkst du vertrauensvoll. Benutzt du also das Wort Begeisterung, will dein Zuschauer diese Begeisterung auch sehen.
  4. Sympathie punktet. Guck freundlich in die Linse aber übertreibe es nicht, denn ein Dauergrinsen wirkt unecht.
  5. Gesten wirken. Mach auf jeden Fall Gesten, allerdings nicht vor deinem Gesicht, denn sie unterstützen deine Inhalte.
  6. Stimme bestimmt. Spreche laut genug und modelliere und betone die Wörter, denn das emotionalisiert deine Inhalte.
  7. Verstanden werden. Mach kurze Sätze mit ca. 7 Begriffen und dann mach eine Pause. Mehr Begriffe kann das menschliche Gehirn nämlich ohne Pause nicht abspeichern. Das ist übrigens der Grund, weshalb Punkt und Komma Redner, nur eine geringe Behaltbarkeit ihrer Inhalte aufweisen können.

Das war´s. Viel Erfolg!

Solltest du noch technische Support benötigen. Judith Steiner kann’s dir auf YouTube echt gut erklären (Zoom Tutorial: Damit machst Du Deine online Meetings)